AI-Depot-Import

Statt Lots, Anschaffungskosten, Vorabpauschale und Teilfreistellung in 30 Felder einzutippen, fügst du den rohen Broker-Text ein. Eine LLM-basierte Pipeline liest die Daten heraus, normalisiert sie und übergibt sie der Steuerlogik.

Warum überhaupt ein Depot-Import?

Die meisten FIRE-Rechner ignorieren die unangenehmste Wahrheit über deutsche ETF-Besteuerung: 1 Mio. € Depot ≠ 1 Mio. € Cash. Wenn du verkaufen willst, muss anteilig die Abgeltungssteuer auf die enthaltenen Kursgewinne gezahlt werden, abzüglich Teilfreistellung und unter Anrechnung bereits gezahlter Vorabpauschale.

Um das korrekt zu rechnen, brauchen wir pro Position:

Diese Daten findest du im Broker-Portal unter „Anschaffungsdaten", „Steuerübersicht" oder „Wertpapier-Bestand". Sie manuell einzutragen ist mühselig und fehleranfällig — gerade bei Depots mit 5+ Positionen.

Wie der Import funktioniert

  1. Du kopierst den Text aus deinem Broker-Portal — eine Position, mehrere Positionen, oder die ganze Steuerübersicht.
  2. Du fügst ein in das Eingabefeld im Rechner und klickst „Auswerten".
  3. Server-seitig sendet unser Backend den Text einmalig an die Gemini-API von Google. Eine Schema-validierte Antwort kommt zurück.
  4. Wir validieren die Antwort: Beträge werden gegen die Lots gegengerechnet (LLMs neigen zu Summenfehlern bei 5+ Zeilen), erfundene Namen werden gefiltert.
  5. Du bekommst einen vorgefüllten Bucket im Rechner. Korrigieren kannst du jederzeit manuell.

Welche Broker werden unterstützt?

Wir setzen auf Format-Agnostik: das LLM versteht Tabellen, Listen, abgesetzte Beträge und Labels in verschiedenen Layouts. Konkret getestet:

Wenn dein Broker nicht in der Liste ist, funktioniert der Import in der Regel trotzdem — solange Anschaffungskurs, Stückzahl und ggf. Vorabpauschale im Text auftauchen.

Was wird übertragen — und was nicht

Details findest du in der Datenschutzerklärung, Abschnitt KI.

Empfehlung vor dem Einfügen

💡 Tipp Prüfe den Text auf Identifier, die du nicht senden möchtest: Transaktionsnummern, Depotnummern, persönliche Adressen. Diese stehen typischerweise nicht in der reinen Position-Ansicht — aber wenn du eine vollständige Steuerübersicht kopierst, können sie dabei sein. Du kannst sie problemlos vor dem Einfügen entfernen.

Was tun, wenn der Import fehlerhaft ist?

Trotz Validierung kann die KI Beträge falsch zuordnen — gerade bei seltenen Formaten oder wenn mehrere Positionen sehr ähnlich aussehen. Was du tun kannst:

Datenfluss-Diagramm in einer Zeile

Browser → POST /api/extract-portfolio → Gemini API → JSON-Schema-Validation → localStorage (browser) → Rechner-Engine

Server hält keinen Zustand, kein Logging der Inhalte. Wenn du die Seite schließt und wiederkommst, sind deine Buckets noch da — aus deinem eigenen localStorage, nicht aus unserer Datenbank.

🎯 Selbst ausprobieren Öffne den Rechner — links in der Sidebar findest du das Portfolio-Panel und den „+ Weitere Position"-Button mit der Einfügen-Funktion. Eine Demo-Position ist beim ersten Besuch bereits vorbelegt.

Weiterführend:

Depot importieren →